Moskau erwarte weiterhin bis Montagmorgen 8.00 Uhr (MESZ) von Kiew die Zahlung von 1,95 Milliarden US-Dollar, sagte Sergej Kuprijanow vom Gazprom-Konzern in der Nacht in Kiew. Sollte die Ukraine nicht zahlen, seien künftige Vorauszahlungen eine der möglichen Bedingungen.
Die EU-Kommission erklärte, sie sei überzeugt, dass eine Lösung weiterhin möglich sei. Sie werde "über die nächsten Schritte nachdenken und darüber, wann sie die (beiden) Seiten wieder zusammenbringen soll".
Die Ukraine ist das wichtigste Transitland für den Energiefluss in den Westen. Ein von Moskau angedrohter Lieferstopp könnte auch die Europäische Union treffen - wie zuletzt 2009. Russland fordert die Tilgung offener Rechnungen für geliefertes Gas, die Ukraine will aber zunächst einen Rabatt aushandeln.